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[Mamamia] Es ist nur ein Schub

von Kirsten

[dropcap]Es[/dropcap] ist nur ein Schub

NUR ein Schub.

Nur.
Ein.
Schub.

Der geht vorbei.

Irgendwann.

Und dann ist alles wieder toll.

Ich denke jede/r mit kleinem Baby kennt diese Phasen. Quasi von jetzt auf gleich ist Babys Welt doof, es wird viel gemeckert und meist ist vor allem Mamas voller Einsatz gefragt, um das Kind halbwegs bei Laune zu halten. Jedes Mal mache ich den Fehler, nach dem Schub zu sagen: „Das war bisher der Schlimmste“, nur um mich beim nächsten zu ‚ärgern‘, weil der gefühlt nochmal doppelt so hart ist. Als meine Maus (korrigiert) 17 Wochen alt wurde, wurde auch der Tag für sie ab und an die Hölle und sie tat mir wirklich leid. Trinken war doof, nicht trinken war auch doof. Alleine sein ist eh nicht ihrs, schlafen fällt auch schwer und weil das alles ziemlich frustrierend sein muss, wird geschrien. Laut, anhalten und oft.
Zum Glück hielt der Spuk nur zwei Tage. Doch aus dem Schub sind wir noch nicht raus.

Ich persönlich halte nicht viel davon, Schübe oder Wachstumsphasen oder wie man das Ganze auch benennen will, aufs Datum genau festzulegen. Trotzdem habe ich die berühmte „Oje, ich wachse“-App auf dem Handy, einfach, weil es hilft, einzuschätzen, ob meine Maus gerade mit ihrer mentalen Entwicklung am Kämpfen ist, oder ob vielleicht doch eine andere Baustelle (etwa eine Krankheit) das Problem ist. Natürlich frage ich mich ab und an trotzdem, ob ich nicht vielleicht zum Arzt fahren sollte, wenn sie wie jetzt von einem Tag auf den anderen anfängt, plötzlich wie am Spieß zu schreien und alles, was vorher schon gut und halbwegs geregelt funktioniert hat, nicht mehr funktioniert. Aber meist hilft viel Tragen und momentan auch der Kinderwagen, damit die Kleine wenigstens etwas zur Ruhe kommt. Für mich heißt das am Tag auch oft mehrmals tief durchatmen und wenn es ganz hart kommt, auch mal einen Schokoriegel für die Nerven 😉

Ich nehme es mit den Meilensteinen, die die Kleine laut Vergleichswerten erreichen sollte, nicht ganz so genau. Meist passt es sogar und wenn mal nicht, dann macht mich das auch nicht verrückt. Solange bei den U-Untersuchungen alles in Ordnung ist, kann man seinem Kind sicher die Zeit lassen, die es braucht. Als Anhaltspunkt finde ich es aber hilfreich, da man so einfach etwas besser nachvollziehen kann, was die Kleine gerade durchmacht und warum sie so übellaunig ist.

Gleichzeitig sind es diese kleinen Momente, die das Leben mit Schubbaby auch wieder schön machen. Seit ein paar Tagen brauchen wir kein Radio mehr. In fröhlichen Momenten schallt die Stimme der Maus durchs ganze Haus – im positiven Sinn. Sie versucht ständig, neue Laute zu produzieren, und findet es super, wenn sie das möglichst laut hinbekommt. Ihre Rassel und das Schnuffeltuch können jetzt so langsam mit beiden Händen untersucht werden und sind so nochmal spannender. Alles, was Mama oder Papa machen, will beobachtet werden. Auch haben wir wohl bald einen kleinen Drehwurm, wenn es so weitergeht – kein Wunder, dass es dann mal lauter wird, wenn ein übermüdetes Baby mit Engelchen und Teufelchen – schlafen vs. alles (!) mitbekommen – kämpft.

Ich bin gespannt, wann wieder etwas Ruhe einkehrt. Nach dem, was ich bisher gelesen habe, ist der 5. Schub, welcher uns noch bevorsteht, wohl noch eine Nummer härter. Dann heißt es wohl wieder das altbekannte Mantra murmeln:

Es ist nur ein Schub…

Erlebt ihr mir euren Babys die Schübe auch und leiden eure Kleinen dabei manchmal scheinbar auch ganz schön, oder eher nicht? Wie gesagt, ich denke es ist als grobe Einordnung hilfreich, ich halte das Ganze aber nicht für in Stein gemeißelt. Hier gab es auch schon Wochen, die schlimm hätten sein sollen, dies aber in keiner Weise waren.

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