Home FamilieBaby Gesunde Ernährung: Einmal Nudeln ohne alles

Gesunde Ernährung: Einmal Nudeln ohne alles

von Kirsten
Nudeln ohne Soße

Hallo! Es gibt Dinge, die stellt man sich super vor, wenn man zum ersten Mal schwanger ist und viel Zeit hat, sich darauf vorzubereiten, den Nachwuchs, wenn er denn einmal da ist, bestmöglich großzuziehen. In meinem Fall war eines dieser Themen gesunde Ernährung. Warum ich das mittlerweile deutlich lockerer sehe und mir beim zweiten Kind sicher (hoffentlich) nicht so einen Stress machen werde, möchte ich dir heute erzählen.

Gesund essen: Wann, was, wie und wieviel?

Wie schon gesagt, haben mein Mann und ich uns natürlich im Vorfeld des Beikoststarts bei unserer Tochter damit auseinandergesetzt, wie man den am besten angeht. Hierzu haben wir nicht nur auf das Wissen und die Ratschläge von Kinderarzt und Hebamme gehört, sondern auch selbst nachgelesen und das Bauchgefühl befragt. Tja, und was soll ich sagen? Jeder sagt ein bisschen was anderes wenn es um gesunde Ernährung geht und jeder hat wohl irgendwie Recht. Von der einen Seite heißt es Karottenbrei ab dem vollendeten 4. Lebensmonat, von der anderen Seite wird geraten mindestens 6 Monate voll zu stillen (oder das Fläschchen zu geben), dann aber auf jeden Fall zu starten, weil der Eisenwert sonst in den Keller geht. Auch der Darbietungsform der Nahrung sind kaum Grenzen gesetzt. Brei, ganz klassich, dampfgegartes Fingerfood oder auch einfach gleich möglichst ungesalzener Familientisch. Klingt alles super und dann kommt das Kind… Ein Kind schaut sich das Essverhalten bei den Eltern ab, heißt es. Wenn ich mir das bei unserer Tochter so ansehe, weiß ich manchmal nicht, ob sie in diesem Fall eine Brille braucht 😉 Egal wie gesund wir essen, egal wie viel Gemüse es gibt, egal wie liebevoll die Zubereitung ist, meist möchte sie garantiert nicht das, was wir essen.

Nudelauswahl

Einmal Nudeln ohne alles

Meine Tochter ist tatsächlich ein „Picky Eater“, also sehr wählerisch. Ihre Lieblingsessen bestehen aus Obst in jeder Form, Käsebrot, Nudeln ohne alles, Reis (ebenfalls ohne alles) und Joghurt mit Haferflocken. Nein, stimmt nicht. Kekse, Gummibärchen und Schokolade würden auch in rauhen Mengen verdrückt werden, wenn sie dürfte. Bin ich damit glücklich? Nicht immer. Stresst es mich, dass sie nur ab und zu mal Gemüse in Form von Tomate oder Gurke isst? Nicht mehr. Ich gebe zu, anfangs habe ich mir wirklich einen Kopf gemacht, wie ich Gemüse in das Kind bekomme. Mittlerweile habe ich akzeptiert, dass es Dinge gibt, die sie momentan nicht essen möchte. Wir praktizieren es mittlerweile so, dass sie immer etwas von unserem Essen angeboten bekommt und es probieren soll. Sie darf zur Not auch etwas ausspucken, wenn es ihr gar nicht schmeckt. Manchmal isst sie dann mit, oft gibt es eben ein Brot, Nudeln, Reis oder Kartoffeln ohne alles. Für uns ist das der stressfreiste Weg und ich muss sie nicht zu etwas zwingen, was letzten Endes wohl eh keinen Erfolg hat.

Aber ist das nicht ungesund?

Sicher gibt es Kinder, die sich gesünder ernähren als unseres. Dennoch achten wir natürlich auf bestimmte Dinge. Es gibt kaum Süßigkeiten, kaum hochverarbeitete Fleischprodukte und eine Menge Obst, denn das isst sie ja gerne. Irgendwann wird dann sicher auch der Brokkoli auf ihrem Teller landen, davon bin ich überzeugt. Bis es soweit ist, werden mein Mann und ich weiter gerne Gemüse essen, ihr vorleben, was gesunde Ernährung für uns bedeutet und sie ihren Weg finden lassen.

Bei unserem Sohn, der momentan noch nichts mit Essen am Hut hat, werde ich daher auch viel entspannter vorgehen. Natürlich werde ich ihm Brei anbieten. Genauso wird er auch etwas vom Familientisch bekommen. Vielleicht klappt das gut, vielleicht auch nicht.

Ein kleiner Tipp zum Schluss: Was oft hilft ist, wenn ich etwas von ihrem Teller essen möchte. Ganz oft folgt auf die Frage „Darf ich das essen?“ ein „Nein, erst ich“ und sie probiert dann oder isst sogar die Karotte, von der sie vorher noch felsenfest behauptet hat, dass sie ihr nicht schmeckt 😉

Ich hoffe, diese kleine Beschreibung hilft dir vielleicht, falls dein Kind auch einen ausgewählten Speiseplan hat. Du bist nicht allein. ❤ 

0 Kommentar
0

Weiterlesen

Kommentar hinterlassen

*Durch die Nutzung dieses Formulars, erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden.

Datenschutz ist wichtig. EinfachFamilie.net verwendet Cookies, wenn du dieses Blog weiter nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Akzeptieren Weitere Informationen