[Fitness] Wie man dauerhaft fit bleibt

Blackroll, Kettlebell und Wasserflasche

Auf 4yourfitness.com hat Pat zur Blogparade aufgerufen. Es geht um Sport und die Frage, wie man es geschafft hat fit zu werden und vor allem diesen Zustand dauerhaft hält. Ein spannendes Thema zu dem ich euch gerne meine Geschichte erzählen möchte!

Wie ich den inneren Schweinehund besiege und dauerhaft fit bleibe, habe ich euch ja schon mal erzählt. Doch wie kommt man überhaupt an diesen Punkt, an dem man das recht gut schafft? Hier ist meine Geschichte!

Ich war echt ganz klassisch diejenige, die den Sportunterricht in der Schule gehasst hat und meist mit einer Drei rumgedümpelt ist. Trotzdem habe ich eigentlich immer einen Sport (Schwimmverein, Reiten, Karate, Joggen) gemacht, hätte mich aber nie als sportlich bezeichnet.

Mit etwa 20 Jahren, etwa zu dem Zeitpunkt als ich auch meinen heutigen Ehemann kennengelernt habe, wollte ich mich dann im Fitnessstudio anmelden. Ganz sicher war ich nicht, aber meine bessere Hälfte wollte auch, also haben wir uns zusammen getraut.

Aller Anfang ist schwer

Wir haben uns damals beide nicht mit Ernährung auseinandergesetzt und sogar nach dem gleichen Standardtrainingsplan trainiert. Ich habe zusätzlich noch Cadiotraining gemacht, während er im Freihantelbereich unterwegs war. Mein Ziel war ganz klassisch: Abnehmen. Das habe ich in dieser Zeit nicht und das ist auch ganz gut so gewesen, denn mein Gewicht war vollkommen in Ordnung. So schlecht das Training rückblickend auch war, es hat das Fundament für unsere regelmäßige Trainingsroutine gelegt und die Leidenschaft für Krafttraining bei uns entfacht. Auch wenn wir mal keine Lust hatten, wollte der andere meist gehen und man ist mitgegangen. Noch heute motivieren wir uns manchmal gegenseitig, wenn die Couch allzu laut ruft.

Es folgte ein Umzug und der Wechsel des Fitnessstudios. Nach langem hin und her habe ich mich irgendwann doch mal in den Kursraum getraut und meine zweite große Liebe entdeckt: BodyCombat. Ein Schattenboxkurs von LesMills. Bis heute ist das eines meiner liebsten Workouts und ich mache es nach Möglichkeit zweimal die Woche. Daneben habe ich weiter an Geräten trainiert und ab und an auch noch CX Worx und BodyBalance gemacht. Nach wie vor stand ich aber auch häufig auf dem Crosstrainer.

Once you see results, it becomes an addiction

Mehr und vor allem effektives Krafttraining

Irgendwann war es dann soweit. Statt dünn zu sein, wollte ich gerne fit aussehen. Natürlich wollte ich kein Muskelberg sein, aber definierte Muskeln haben. Mein Mann hat sich bis dahin immer mehr in das Thema Kraftsport und Fitness eingelesen, seinen Trainingsplan weiter angepasst und meinte zu mir, dass ich auch mit schweren Gewichten trainieren und Grundübungen machen sollte, wenn ich Resultate in diese Richtung erzielen will. Das ist jetzt gut sechs Jahre her. Damals war es noch nicht so normal als Frau im Freihantelbereich unterwegs zu sein. Ich habe daher auch erst mal im Frauenbereich an Maschinen trainiert. Aber immer mit niedriger Wiederholungszahl und dem Ziel das Gewicht zu steigern. Gleichzeitig habe ich auch mehr gelesen.

Mit der Ernährung auseinandersetzen

Das war wohl der springende Punkt. Ich stieß auf das Clean Eating Prinzip und fand es nicht nur einleuchtend sondern auch ansprechend. Seitdem versuche ich mich nach diesen Prinzipien zu ernähren, ohne dabei dogmatisch zu sein. Dennoch der häufige Verzicht auf Zucker, die Auswahl vollwertiger, echter Lebensmittel, eine recht pflanzenbasierte und bewusste Ernährung taten zusammen mit endlich sinnvollem Krafttraining ihr Übriges. Resultate stellten sich ein und motivierten weiter zu machen. Dabei war es nicht nur mein Spiegelbild, sondern vor allem das Bewusstsein besser zu werden, sich fitter zu fühlen und energiereicher durch den Tag zu gehen. Gleichzeitig wurde das Thema auf Instagram auch immer präsenter. Für mich eine schöne Motivationsquelle.

Laufend unterwegs

Statt auf den Crosstrainer zu steigen, schnürte ich zu diesem Zeitpunkt immer häufiger die Laufschuhe. Ich werde nie eine besonders schnelle oder herausragende Läuferin sein. Trotzdem liebe ich das Laufen. Es fordert einen nicht nur körperlich, sondern auch mental. Man setzt sich ein Ziel und bei einem Wettkampf kann man sich beweisen, dass man es erreichen kann. Wenn es mal nicht klappt, ist das aber auch nicht dramatisch. Es bekommt ja kaum jemand mit. Außerdem ist die Stimmung bei Laufveranstaltungen einfach super. Mein erster Lauf war ein kleiner Dorflauf. 10 km bei 33°C. Ich weiß noch, dass ich über eine Stunde (1:00:53) brauchte, obwohl ich im Training locker fünf Minuten schneller gewesen war. Das war deprimierend ohne Ende. Einen Monat später ging es dann beim nächsten Wettkampf aber schon in 52:30 Minuten über die Ziellinie. Seitdem war Laufen Teil meiner Fitnessroutine. Kraftsport wurde zeitweise weniger und durch Stabilisation und Yoga ersetzt, fiel aber nie weg.

If it doesn’t challenge you it won’t change you

Halbmarathon in Bonn. Finisherzeit: 2 Stunden 2 Minuten und 8 Sekunden

Ich lief unter anderem noch einen Halbmarathon und einen 15 km Wettkampf. Eigentlich sollte 2017 im Herbst noch ein zweiter Halbmarathon mit besserer Zeit folgen. Die 15 km vorher liefen in rund 1 Std 18 Min ganz gut. Doch da machte mir der Bauchzwerg einen Strich durch die Rechnung und schwanger Wettkämpfe laufen – für mich ein No-Go, selbst wenn es nur zum Spaß ist.

Back to the roots – in angepasster Form

Es hieß wieder Krafttraining für mich. Jedoch nicht mehr mit schweren Gewichten, bis zur letzten Wiederholung. Viel mehr stand jetzt Wohlfühlen im Vordergrund. Yoga fand ich in der Zeit super. Gleichzeitig habe ich im Freihantelbereich das gemacht, was sich noch gut anfühlte. Insbesondere Rücken- und Schulterübungen fand ich sinnvoll. Immerhin wird beides, spätestens wenn das Kind da ist, viel beansprucht.

Zusammen ans Ziel

Das wohl wichtigste für mich ist nach wie vor, dass ich den Spaß am Sport mit meinem Mann teile. Im Urlaub ist er es der gerne ins Gym will. Ich könnte da auch gut die Seele baumeln lassen, gehe dann aber mit. In der Schwangerschaft sind wir wieder oft zusammen trainieren gegangen. Auch jetzt mit der kleinen Maus sieht er immer zu, dass auch ich Zeit habe, trainieren zu gehen. In Punkto Ernährung haben wir uns auch einfach zusammen weiterentwickelt und achten noch heute auf eine gesunde Ernährung, trinken kaum noch Alkohol (weil er uns einfach nicht mehr so schmeckt) und genießen zusammen Junk Food, Schokolade und Co., wenn uns danach ist. Das gehört eben auch dazu.

Fitness is not about being better than someone else. It’s about being better than you used to be.

Und jetzt?

Zum Laufen komme ich gerade nicht mehr so viel. Dafür macht mir Krafttraining einfach zu viel Spaß und mit Kind muss man doch etwas mehr priorisieren. Das wird sicher erst recht zum Thema, wenn ich wieder arbeiten gehe. Allerdings ist für viele Frauen nach der Geburt ja auch der After Baby Body ein Thema. So auch für mich. Ich mochte meine Babymurmel, doch ist es danach auch einfach schön, wieder etwas für sich tun zu können, denn ganz ehrlich – ich mag auch mein Sixpack 😉 Allerdings steht heute abnehmen kaum noch im Fokus. Mir ist es wichtig, fit zu sein – also bestimmte Dinge tun zu können. Dazu zählen für mich beispielsweise locker 10 km laufen zu können, Klimmzüge oder Liegestütze zu schaffen, einen stabilen Core zu haben. Außerdem bin ich mittlerweile sicher, dass eine gesunde Ernährung neben Sport das A und O für lang anhaltende Gesundheit sind. Das möchte ich nicht nur für mich, sondern auch für mein Kind. Hoffentlich werde ich also auch in diesem Punkt ein gutes Vorbild sein.

Every day is another chance to get stronger, to eat better, to live healthier and to be the best version of you.

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