Home Fitness [Fitness] Homegym oder Fitnessstudio?

[Fitness] Homegym oder Fitnessstudio?

von Kirsten
Homegymequipment

Ihr wisst ja, dass ich gerne und eigentlich auch regelmäßig ins Fitnessstudio gehe. Eigentlich. Denn mit Kind ist die Zeit einfach begrenzter. Die Zeit, die ich brauche um hin- und zurück zu fahren fehlt mir manchmal einfach oder sie zieht das eigentlich kurze Training so in die Länge, dass es mich eher stresst, als für einen Ausgleich zu sorgen. Manchmal habe ich auch einfach noch etwas im Haushalt zu tun, was tagsüber liegen geblieben ist. Da wird es dann schnell spät, bis Zeit fürs Training ist. Ich liebe es, ins Studio zu gehen, da ist der Fokus bei mir einfach da und ich kann alles machen, was ich will. Allerdings haben wir uns, nachdem der Platz da war, auch ein Homegym eingerichtet. Anfangs fiel es mir schwer, dort zu trainieren und wirklich ein sinnvolles Training zu absolvieren ohne nach der Hälfte keine Lust mehr zu haben. Dennoch ist es gerade als Eltern von Vorteil, ein Homegym zu haben. Für dieses möchte ich daher hier mal eine Lanze brechen.

Unsere Tochter ist eine Frühaufsteherin, so richtig. Wenn sie bis sechs Uhr schläft, wundern wir uns schon fast. Für mich kommt ein Training am Morgen daher momentan nicht in Frage. Allerdings macht unser Studio so früh auch gar nicht auf. Für meinen Mann ist das schon nervig. Denn er könnte morgens trainieren und anschließend zur Arbeit fahren. Das funktioniert mit Öffnungszeiten ab acht oder manchmal erst neun Uhr aber nicht. Das gleiche gilt für Sonntage, da hat unser Studio nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Das ist schon kurz, wenn man tagsüber Familienzeit genießen möchte. Mit einem Homegym hat man solche Probleme nicht.

Kurzhanteln

Homegym – Die Vorteile

  1. Wer allein aufs Homegym setzt, spart sich monatlich meist viel Geld. Zwar gibt es billige Fitnessstudioketten, doch wenn man, wie wir, eher ländlich wohnt, bezahlt man schon eher mehr für ein gutes Fitnessstudio, zumal auch eine Kinderbetreuung für uns später wichtig ist.
  2. Ein Homegym ist jederzeit geöffnet. Wenn man nachts trainieren will, kann man das. Zeitlich ist man vollkommen flexibel. Außerdem umgeht man das Problem besetzter Geräte. Auch alle Hanteln sind sortiert und du musst nicht warten, bis du deine Übung machen kannst. Zudem trainiert man mit deutlich mehr Privatsphäre, wenn einem das wichtig ist. Außerdem kann man hinterher unter die eigene Dusche springen. Ich muss sagen, dass die Duschen im Fitnessstudio oft echt nicht so toll sind. Zu Hause dusche ich da doch lieber. Außerdem habe ich alles da und muss nicht hundert Sachen mitschleppen.
  3. Du sparst Zeit, weil du direkt trainieren kannst, wenn es dein Alltag erlaubt. Bei mir ist das zur Zeit der Mittagsschlaf meiner Kleinen. Mal dauert der 30 Minuten, mal zwei Stunden. Ich kann also mit etwas Planung direkt loslegen und auch spontan abbrechen, wenn die Kleine wach wird.

Homegym – was braucht man?

Ich denke, das hängt entscheident von zwei Dingen ab.

    • Was willst du trainieren?
    • Wie viel Platz hast du?

Macht man hauptsächlich Yoga oder Bodyweighttraining, braucht man gar nicht viel. Eine kleine Trainingsecke reicht aus. Trainiert man, wie wir auch, gerne mit Gewichten, bedarf es schon etwas mehr Ausrüstung. Doch auch hier kann man mit einigen Basics schon richtig viel erreichen. Wir haben das Glück, im Keller einen etwas größeren Bereich für unser Hobby einrichten zu können. Einige Dinge finden sich aber sicher in jedem Homegym.

Die Basics fürs Homegym

Eine Trainingsmatte. Wir haben zwei Matten, schon weil wir gerne Yoga machen und das auch mal zusammen. Die klassische Yoga-Matte ist sehr dünn und dient nur dazu, dass du nicht direkt auf dem Boden liegst. Wir haben auch noch eine dickere Matte. Die nutze ich gerne fürs Coretraining oder andere Übungen auf dem Boden. Außerdem sind Matten super praktisch für ein Training im Urlaub.

Widerstandsbänder oder auch Terrabänder sind vielseitige Allrounder für dein Homegym. Ich trainiere damit gerne Schultern, aber auch für Klimmzüge oder Übungen rund um den Hüftbeuger sind sie wirklich prakisch. Man trainiert damit die Tiefenmuskulatur und kann Körpereingenwichtsübungen deutlich intensivieren. Außerdem nehmen sie kaum Platz weg und sind daher echt praktisch für zu Hause. Sie helfen darüber hinaus auch super beim Mobilitytraining oder helfen beim Aufwärmen oder Klimmzuglernen.

Ein paar Gewichte in Form von Hanteln dürfen nicht fehlen. Wir haben ganz klassische Kurzhanteln mit Gewichten zum draufschrauben.  Auch Kettlebells nehmen wenig Platz weg und erlauben ein effektives Ganzkörpertraining. Allerdings braucht man dann aber je nach Trainingsstand (und Geschlecht) auch verschiedene Gewichte.

Dazu besitzen wir noch eine Langhantel, wenn auch keine Olympiastange. Diese ist sicher optional, da man die meisten Übungen auch mit Kurzhanteln ausführen kann. Doch wir trainieren einfach gerne mit der Langhantel und haben zum Glück den Platz sie zu verstauen.

Olympialanghantel

Eine Hantelbank haben wir auch noch im Keller stehen. Die haben wir (wie die meiste Ausstattung) mal gebraucht erstanden. Mein Mann kann dort Bankdrücken. Auch andere Übungen im Sitzen sind so problemlos möglich. Allerdings sollte die Bank nicht allzu klapprig, die Polster gut verarbeitet und belastbar sein. Auch auf die Belastungsgrenze solltet ihr achten.

Wir haben zudem noch eine Klimmzugstange. Früher hatten wir eine, die man in den Türrahmen klemmt, mittlerweile ist sie fest in der Wand verbohrt. So können wir eine der effektivsten Oberkörperübungen immer mal wieder üben. Ein Freund von uns hat aber auch ganz simpel eine Stange in einer Hohen Tür klemmen und kann so nach Lust und Laune mal einen Klimmzug machen. Platz ist in der kleinsten Hütte.

Was uns fehlt, was aber ein wirkliches Nice-to-Have ist, wenn du viel trainierst und den Platz hast, wäre ein Power Rack mit 50 mm Olympialanghantel inkl. entsprechender Scheiben. Dann steht dein persönliches Homegym dem Fitnessstudio eigentlich in nichts mehr nach. Grundübungen kannst du so alle auch mit schwerem Gewicht absolvieren. Allerdings sind gute Racks nicht günstig, wiegen recht viel und deinen Boden solltest du dann auch definitiv schützen. Da wir unser Homegym ja nicht umräumen, haben wir den Boden noch durch ein Schutzmattenset abgedeckt.

Last but not least sollte in jedem Homegym auch etwas für die Regeneration zu finden sein. Wir besitzen die klassische Black Roll und einen Ball zum Faszienrollen. Kann ich beides sehr empfehlen, da es sowohl für das Mobilitytraining (zusammen mit den Widerstandsbändern) echt hilfreich ist, aber auch die Regeneration unterstützt. Auch nach dem Laufen rolle ich noch „gerne“ etwas auf der Blackroll herum.

Also nur noch Homegym?

Für mich, trotz unserer guten Ausstattung nein. Ich gehe gerne auch ins Studio, wenn die Zeit es zulässt. Alleine weil ich gerne im Kurs trainiere und mich da gerade bei Rumpfübungen einfach mehr motiviere, bis an die Grenze zu gehen. Außerdem mag ich den sozialen Aspekt, denn man unterhält sich ja auch mal mit den Leuten etc. Außerdem bietet mein Fitnessstudio mir mit guten Laufbändern die Chance an einem wettertechnisch miesen Tag trotzdem, meine Kilometer abzuspulen.

Aber, seit die Kleine da ist, nutzen sowohl mein Mann als auch ich unsere kleine Hobbyecke tatsächlich intensiver. Ganz wichtig: Erstell dir einen Plan, den du in deinem Homegym absolvieren kannst. Nichts ist so demotiverend, wie ohne Plan mal eben etwas zu trainieren. Das geht auch. Aber auf lange Sicht hilft ein Plan ungemein auch in den eigenen vier Wänden den richtigen Trainingsfokus zu entwickeln.


Vielleicht konnte ich dir ja ein paar Tipps geben, falls du gerade überlegst, dir ein Homegym einzurichten. Oder trainierst du schon zu Hause? Wie sieht deine Trainingsecke aus?

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