Home Fitness Der erste Lauf und was er dir beibringt

Der erste Lauf und was er dir beibringt

von Kirsten
Laufschuhe

Etwas was man nicht so schnell vergisst ist der erste Lauf. Je nach Fitnesslevel, ist er ein großartiges Erlebnis, eine kräftezehrende Angelegenheit, mehr ein Spaziergang als ein Laufen oder der Start eines Hobbys. Und dieser erste Lauf kann dir eine Menge beibringen.

Die Motivation mit dem Laufen anzufangen sind sicher unterschiedlich. Gerade jetzt in der Corontänezeit nutzen viele von uns den Ausdauersport als Ausgleich zu geschlossenen Fitnessstudios, fehlendem Vereinssport und dem vielen Sitzen im Homeoffice. Doch auch Gewichtsverlust, bessere Fitness, mehr (gesundheitliches) Wohlbefinden sind wohl typische Ziele eines Laufanfängers. Vielleicht ist es auch das Ziel endlich mal 5 oder 10 Kilometer am Stück zu laufen, einen (Halb)marathon zu finishen oder in einer bestimmten Zeit eine Strecke X zurückzulegen. Egal, wie die Eingangsmotivation aussieht. Der erste Lauf ist etwas, was man auf diesem Weg nicht so schnell vergisst.

Wie war dein erster Lauf?

Wahrscheinlich hast du dir deine (eventuell schon eingestaubten) Turnschuhe angezogen, oder hattest sogar Laufschuhe. Und dann bist du losgelaufen in deinem provisorischen Laufoutfit, das die Worte atmungsaktiv wahrscheinlich noch nicht kannte.

Atemnot, Seitenstechen, schwere Beine

Wie hat sich dein erster Lauf angefühlt? Vielleicht in etwas so?

  • Alles super, es geht schnell voran, du fühlst dich großartig und zum Laufen geboren
  • Es wird anstrengender, dein Herzschlag geht hoch, du kommst außer Atem
  • Du bekommst Seitenstechen, deine Beine fühlen sich wie Blei an, du bist noch gar nicht so weit von zu Hause entfernt, der Rückweg erscheint dir endlos
  • Runners High? Das muss eine Erfindung sein, die du vorerst nicht kennenlernst
  • Dein Kopf schreit, dass du jetzt anhalten musst, eine Gehpause brauchst und vielleicht auch machst
  • Du schleppst dich nach Hause, bist erschöpft, dein Kopf ist rot, du schwitzt
  • Du hast es geschafft (egal wie)

Super! Egal wie, du hast alle negativen Aspekte des Laufens erfahren und es trotzdem durchgezogen. Natürlich soll Laufen nicht weh tun, aber ein bisschen Schmerz gehört (in jedem Trainingszustand) ab und zu dazu. Wenn du nach diesem ersten Lauf weitergemacht hast, wirst du schnell Erfolge gesehen haben. Du hast gelernt, dass man nicht einfach drauflosrennt, nur weil man anfangs noch super fit ist. Du kannst deine Atmung besser kontrollieren, dein Seitenstechen verschwindet nach einer Zeit. All dies kommt nicht über Nacht, sondern mit der Zeit. Wie bei jedem Sport, sind Geduld und Praxis die Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg. Bleib am Ball, auch an schlechten Tagen.

Verletzt, schlecht drauf, keine Motivation

Es gibt viele Tipps, was du tun kannst, um dich dauerhaft zu motivieren oder am Ball zu bleiben. Viele davon sind in sich nicht schlecht, doch es gibt Tage, da helfen extrinsische Motivationen nicht, da muss die Motivation aus dir selbst kommen. Dafür ist dieser erste Lauf perfekt. Erinnere dich daran, wie du es damals durchgezogen hast. Überlege dir dein warum von damals und dann Laufschuhe an und los! Wenn du verletzt bist und nicht laufen kann, gibt es oft Alternativtraining, das dich deinem Ziel näherbringt.

Von null auf hundert?

Gerade in Zeiten von Social Media kann man sich sehr leicht von anderen beeinflussen lassen. Sei es positiv oder negativ. Vielleicht motivieren dich andere Läufer auch dein Training durchzuziehen. Eventuell zieht es dich aber auch runter, wenn du siehst, dass andere „locker“ mit einer 4:30 auf den Kilometer den Halbmarathon laufen. Vergiss nicht, jeder hat andere Voraussetzungen, Trainingserfahrungen und ist unterschiedlich lange dabei. Die Person, mit der du dich vergleichen solltest, bist du selbst. Dein Ziel sollte es sein, jeden Tag ein wenig besser zu sein, als gestern.

Jeder war mal langsam

Klar macht Laufen am meisten Spaß, wenn es sich nach Fliegen anfühlt. Wenn du locker dahintrabst, ohne Schmerzen und schnell wie der Wind. Aber damit es soweit kommt, bedarf es Training, Schweiß und jeder Menge auch mal unangenehme Läufe, die trotzdem Spaß machen können.
Aber wie hilft dir jetzt dein erster Lauf dabei? Ganz einfach. Du warst wahrscheinlich verglichen mit heute schlecht, langsam und recht konditionslos. Jetzt bist du besser, schneller und kommst nicht so schnell aus der Puste. Das hast du geleistet, trotz des anstrengenden Starts. Du kannst dich also durchbeißen.

 Marathon – das schaffe ich nicht

Klar klingt es verrückt eine Marathondistanz zu finishen. Zu lang, zu schwer, nicht mit dir. Aber ganz ehrlich – denk an deinen ersten Lauf. Da bist du sicher auch nicht gleich 10 Kilometer gelaufen und mittlerweile läufst du sie als lockeren Dauerlauf oder bist fast soweit. Du bist also schon besser geworden. Mit diesem Wissen kannst du dir auch weitere Strecken vornehmen. Denn du kannst das – du brauchst nur die richtige Motivation.

Daher ist dein erster Lauf nicht nur das erste Mal, das du die Laufschuhe geschnürt hast. Es ist auch einer der wichtigsten Läufe deines Läuferlebens!

Wie war dein erster Lauf? Kannst du dich noch daran erinnern und sind die Erinnerungen positiv oder negativ?

Wenn dir nach ein wenig mehr Laufmotivation ist, lies doch auch noch: Wie man dauerhaft fit bleibt

0 Kommentar
0

Weiterlesen

Kommentar hinterlassen

*Durch die Nutzung dieses Formulars, erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden.

Datenschutz ist wichtig. EinfachFamilie.net verwendet Cookies, wenn du dieses Blog weiter nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Akzeptieren Weitere Informationen

Um die Erfassung durch Google Analytics innerhalb dieser Website zukünftig zu verhindern, können Sie sich hier austragen. Hier klicken um dich auszutragen.