[Blogmas] Über das Schenken von Zeit

Wir leben in einer Zeit in der es gefühlt oft nur um Konsum geht. Höher, schneller, weiter und vor allem MEHR. Drei bis vier Adventskalender parallel sind da nur der Anfang. Irgendwie verfehlt das ganze doch das Ziel oder? Versteht mich nicht falsch, ich schenke auch gerne und kaufe auch Geschenke, die mehr kosten als ein paar Euro. Entweder, weil schöne, qualitativ hochwertige Dinge eben etwas mehr kosten, oder weil ich auch nicht nur eine Kleinigkeit verschenken möchte.

Trotzdem versuche ich nach Möglichkeit immer, mir etwas auszudenken, das irgendwie individuell ist und ein bisschen „besonderen“ Glanz hat. Das gelingt mir, ganz ehrlich gesagt, nicht immer. Aber was sind solche Dinge überhaupt? Letztes Jahr war es ein Tischkalender für meinen Mann, der ihn im Büro mit nützlichen Tipps versorgt hat – etwa wie man einen Burger richtig isst, oder im Notfall eine Tür eintritt. Klingt jetzt komisch, sind aber Dinge, die er cool findet und mit dem Kalender hat er nicht gerechnet. Gleiches gilt dieses Jahr hoffentlich für die Handabdrücke unserer Kleinen mit denen Oma und Opa überrascht werden. In diesen Fällen finde ich eine Kleinigkeit gar nicht so schlimm. Denn es steckt Zeit darin – Zeit in der ich gebastelt, überlegt und herumexperimentiert habe, um den anderen eine Freude zu machen. Meist ist das viel aufwändiger, als mit drei Klicks etwas online zu bestellen.

Manchmal sind es auch die Kinogutscheine, eine Einladung zum Brunch, Konzerttickets oder Karten fürs Kabarett, die unterm Baum landen. Sicher nicht immer die günstigste Variante, aber das Schöne hieran ist, dass man dem anderen Zeit schenkt. Zeit, die man mit ihm verbringt. So schafft man Erinnerungen, hat Spaß zusammen, und auch wenn das Geschenk nur einmalig nutzbar ist, sind solche Dinge in meinen Augen manchmal so viel wert.

Ich glaube gerade in Bezug auf seine Eltern und Großeltern sollte man manchmal einfach ein wenig in ein Geschenk aus Zeit investieren. Denn irgendwann hat man die Gelegenheit nicht mehr. Auch wenn dieser Augenblick natürlich hoffentlich in so weiter Ferne wie möglich liegt, so finde ich es dennoch wichtig im Hier und Jetzt die Zeit, die man hat, zu nutzen. Meist reicht ja schon eine Einladung zum Kaffee oder ein Besuch im Zoo oder einfach ein Spaziergang im Park. Es geht ja primär darum, mit dem anderen zu reden und sich nicht aus den Augen zu verlieren.

Ich will gar nicht sagen, dass man nichts mehr kaufen soll, nur noch Erlebnisgeschenke und Gebasteltes den Weg unter den Tannenbaum (oder auf den Geburtstagstisch) finden soll, doch ist es nicht schöner, statt vier Adventskalender zu öffnen, gemeinsam über den Weihnachtsmarkt zu gehen? Und freut man sich nicht über etwas, dass einen wirklich überrascht, weil es zeigt, dass der Gegenüber sich richtig Gedanken gemacht hat, meist mehr, als über die teuersten Präsente?


In diesem Sinne: Lasst uns öfter Zeit verschenken – sei es die eigene oder Zeit gemeinsam etwas zu erleben. Eine schöne Adventszeit, eure Kirsten

[Blogmas] Geschenkideen fürs 6 Monate alte Baby

Unsere Kleine erlebt bald ihr erstes Weihnachtsfest und wird sicher gar nicht so viel davon mitbekommen. Sie ist an Heiligabend knapp sieben Monate alt. Natürlich wird sie den Trubel erleben. Wird merken, dass plötzlich die Großeltern etwas länger da sind und vielleicht auch die veränderte Stimmung wahrnehmen. Die Kleinen haben ja sehr sensible Antennen, was so etwas angeht. Doch verstehen, worum es geht, wird sie noch nicht. Trotzdem wollen insbesondere Oma und Opa natürlich wissen, was sich das Kind „wünscht“. Tja, gar nicht so einfach zu beantworten. In dem Alter sind die Kleinen ja doch noch eher anspruchslos.

Meine Kleine würde wahrscheinlich einen Wunschzettel mit etwa folgendem Wortlauf schreiben:

WEITERLESEN

[Gedacht] Die Lüge vom Weihnachtsmann…

Es gibt Dinge, über die macht man sich tatsächlich erst mit Kind Gedanken. Dazu gehört für mich, oder besser uns, die Beschäftigung mit der Frage, ob man sein Kind zu Weihnachten anlügen darf. Und zwar indem man erzählt, dass der Weihnachtsmann oder das Christkind kommt, um Geschenke zu bringen.

Dabei ist die Frage, wer nun genau vorbei kommt, wohl eher Nebensache. Das gleiche gilt ja auch für den Nikolaus, den Osterhasen oder die Zahnfee. Darf man sein Kind anlügen? Wir sagen

WEITERLESEN

[Gedacht] Vom Loslassen und Erinnerungen

Kennt ihr dieses sentimentale Gefühl, wenn man die zu klein gewordenen Teile aussortiert? Und das kommt gerade am Anfang ja doch sehr regelmäßig vor. Kaum passt ein Teil, da wird es auch schon wieder zu klein. Meine Tochter wird größer. Täglich wächst sie Stück für Stück. Ich habe versucht, nicht zu viel zu kaufen, damit wir die Sachen, die wir haben, auch alle anziehen können. Trotzdem will man nicht täglich waschen und irgendwie passiert es dann doch, dass manche Teile nur zweimal zum Einsatz kamen.

Aussortieren ist für mich eine zwiespältige Angelegenheit. Einerseits freue ich mich sehr, dass sie wächst und gedeiht. Andererseits finde ich den Gedanken, nicht zu wissen, ob ich die kleinen Sachen nochmal einem kleinen Menschlein anziehen werde, immer etwas traurig. Egal wie groß der Wunsch nach einem zweiten Kind ist, letzten Endes weiß man nie, ob er sich erfüllen wird und lässt. Vielleicht ist es aber auch einfach dieses Bewusstsein, dass die kleine Maus so schnell groß wird. Ich versuche die Momente der ersten Zeit festzuhalten. Das Kennenlernen, das Kuscheln, diese unglaublich innige Liebe, die gefühlt jeden Tag noch ein Stück mehr wächst und das Herz zum Überlaufen bringt. WEITERLESEN