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[Blogparade] TherealLebenmitKindern

von Kirsten

[dropcap]I[/dropcap]mmer wieder ein gern genutzter Hashtag auf Instagram ist #Lebenmitkind oder auch #lifewithababy. Meist in Zusammenhang mit all den schönen Momenten, die so ein kleiner Wurm beschert. Und es macht ja auch Spaß, die kleinen und großen Entwicklungsschritte mit anderen zu teilen. Doch sind wir mal ehrlich, das Leben mit Kind ist oft auch einfach anstrengend, wirft viele gewohnte Routinen über Bord und manchmal freut man sich einfach nur, dass gerade Mittagsschlafzeit ist, oder das Kind abends im Bett liegt.
Frida von 2KindChaos fragt in ihrer Blogparade #thereallebenmitKindern auf, mal genau diese nicht ganz so glatt gebügelte schöne Seite des Elternseins zu benennen. Spätestens nach der Geburt wird man aus der Blase, in der man sich in der Schwangerschaft befindet, gerissen und lernt, dass ein Baby ein Fulltimejob der besonderen Sorte ist.

Denn mit Baby trinkt man seinen Kaffee prinzipiell immer kalt. Vielleicht nicht die ganze Tasse, aber man trinkt garantiert nie die ganze Tasse warm!

Dabei wäre er manchmal so nötig, denn der frühe Vogel schlummert noch friedlich, da ist man schon auf den Beinen und bespaßt das neue Familienmitglied. Dieses schlummert dann auch gerne nochmal ein, man selber ist dann zwar müde, schlafen ist nach der halben Tasse warmen Kaffee aber auch nicht drin. Also trinkt man erstmal die andere Hälfte kalt.

Der Spruch: „Ich schlafe wie ein Baby“ ist wahre Ironie in Bezug auf einen erholsamen Schlaf. Babys schlafen zwar viel, aber selten am Stück. Aus- und Durchschlafen, sowie ausgeschlafen sein fällt wohl die nächsten zehn (?) Jahre weg – optimistisch geschätzt.

Die ersten Spuckebläßchen sind noch so süß… Irgendwann gibt man dann einfach auf, sich umzuziehen. Der obligatorische Spuckefleck auf der eigenen Kleidung gehört irgendwann einfach dazu. Reicht, wenn man das Kind x-Mal am Tag umziehen muss, wenn es mal wieder eine Spuck- und Sabberphase hat in der kein Halstuch hilft. Manchmal fragt man sich schon morgens am Kleiderschrank, wie lange das T-Shirt heute wohl sauber bleibt. Meist bis zum ersten Hochnehmen des Babys – Sabberalarm!

Die Wörter gemütlich und Essengehen kommen nicht mehr im gleichen Satz vor. Mit Baby ist es einfach nicht gemütlich im Restaurant zu sitzen, denn immer sitzt einem der Zeitdruck im Nacken, bis es dem kleinen Wurm zu langweilig wird. Dann schon lieber:

Essen bestellen und es zu Hause genießen. Gerne auch kalt, denn das Baby hat einen siebten Sinn dafür, wann man essen möchte und braucht meist dann eine frische Windel, bekommt selber Hunger oder findet alles ohne Mama und Papa gerade langweilig. Aber hey, wer braucht schon warmes Essen oder mal einen gemütlichen Abend zu zweit? Man hat jetzt ja ein Baby!

Da läuft man auch gerne mal mit sechs oder sieben lackierten Nägeln herum. Denn so lange hat der Mittagsschlaf gehalten. Ist ja auch mal ganz fancy drei Fingernägel natur zu lassen. Dann wohl am besten demnächst nur Klarlack.

Gut, wenn dann die Großeltern oft vorbeikommen um das Baby etwas zu beschäftigen. Sah man sie vorher (aufgrund 600 km Distanz) eher ein bis zweimal im Jahr, kommen sie plötzlich zum Geburtstag, auf dem Rückweg aus dem Urlaub etc. um ‚uns‘ zu sehen. Welchen Teil von uns kann man sich denken. Schreit dieser Teil dann den halben Tag, „ist das halt so“ und „auch alles nicht so schlimm“, „ihr macht euch zu viel Stress“ – ähm ja. Kommt auf den Standpunkt an.

Auch „das bisschen Haushalt“ einem irgendwann fast zu viel wird. Früher dachte ich immer, diese unorganisierten Mütter, die es nicht schaffen Ordnung zu halten. Heute reduziere ich auch gerne mal auf die wirklich wichtigen Dinge: Bad putzen, Küche und Wickeltisch regelmäßig sauber machen – alles andere, wenn Zeit ist.

Außer Staubsaugen. Das auch gerne dreimal am Tag. Besser als ständig den Föhn anzuschmeißen, weil das Baby monotone Geräusche so schön beruhigend findet.

Genauso wie Bewegung, doof, dass es sich selbst (noch) nicht viel bewegen kann. Also sind Mama und Papa gefragt. Selbst im Marathontraining habe ich kaum täglich so viele Kilometer gemacht, wie seit der Geburt und selbst, wenn man steht, schunkelt man, denn nichts ist so doof, wie Stillstand. #Keepgoing!

Nicht ganz 20 Punkte, aber ich bin ja auch erst knapp 5 Monate im Elternbusiness unterwegs. Noch gibt es also keine Sand, Krümel und Lärmprobleme. Moment Lärmprobleme schon – aber das weiß man ja vorher…
Ich habe mein Würmchen lieb, Stress hin oder her. Trotzdem wünsche ich mir an manchen Tagen, eins dieser Wunderbabys zu haben, die angeblich nichts machen außer schlafen, spielen und lachen. Aber das wäre ja sicher auch langweilig ;D

 

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