Home FamilieBaby [Beikost] B(r)eikostzeit – Unser Start

[Beikost] B(r)eikostzeit – Unser Start

von Kirsten

[dropcap]5[/dropcap] Monate bin ich jetzt schon Mutter und damit sind bald auch die Tage des ausschließlichen Stillens entgültig gezählt. Den Tipp meiner Kinderärztin, bereits nach dem 4. Lebensmonat mit dem Zufüttern zu beginnen, habe ich zunächst ignoriert. Nicht, weil ich ihr nicht vertraue, sondern weil meine Tochter einfach noch keinerlei Anzeichen dafür gezeigt hat, dass sie etwas anderes als Milch möchte. Zudem empfiehlt die WHO sicher nicht ohne Grund 6 Monate voll zu stillen. Natürlich möchte ich, wie die meisten Eltern, nur das Beste für meine Maus und ich hätte mich sicher nicht sklavisch an diese Vorgabe gehalten, wenn sie uns beim Essen bereits die Marmelade vom Brot geguckt hätte und von sich aus Dinge in den Mund stecken würde. Momentan würgt sie aber sogar beim Schnuller noch und nimmt auch kein Fläschchen. Satt wird sie auch und nimmt vollkommen durchschnittlich zu.

Ich wünsche mir einen möglichst entspannten Start in die Beikostzeit und mir graut es vor Breiflecken überall auf dem Boden, den Wänden, mir und meiner Tochter. Das gehört sicher dazu, doch bin ich der Überzeugung, dass es sicher auch damit zusammenhängen kann, wenn man zu früh startet. Hier ist einfach jedes Kind individuell und die einen brauchen schon deutlich früher „was zu beißen“ als andere.

Doch spätestens nach dem 6. Lebensmonat wird sicher auch meine Maus einmal vom Brei naschen wollen. Wenn man sich dann mit dem Thema etwas genauer auseinandersetzt, merkt man schnell, dass das Ganze auch eine Wissenschaft für sich sein kann. Es geht um bestimmte Gemüsesorten zu bestimmten Zeiten, in bestimmten Mengen, mit der richtigen Dosis Vitaminen, Fett etc. pp. Puh – ganz schön kompliziert. Naja am Anfang ist das Ganze ja noch etwas simpler. Pastinakenbrei und Beikostöl. Fertig. Und auch sonst kann man sich da sicher etwas entspannen. Hilfreich finde ich den Blog Breirezepte.de. Dort kann man sich super selbt informieren, wenn die Hebamme z. B. gerade mal keine Zeit hat, oder man nicht nochmal nachfragen will.

Bleibt trotzdem die Frage, wird der Start entspannt, oder ist meine Maus vielleicht eine der durchaus existenten Breiverweigerer? Ich finde das Konzept von Baby-Led Weaning (Beikoststart ohne Brei, sondern mit gedünstetem Gemüses & Co in mundgerechten Stücken, kurz BLW) durchaus sinnvoll. Andererseits denke ich, dass ein Kind selbstständig sitzen können sollte, damit es gefahrfrei essen kann.
Ich habe mir jetzt vorgenommen, den Beikoststart selbst so entpannt wie möglich zu gestalten. Für mich (und vor allem meine Tochter), soll es darum gehen, zunächst mal das Essen als solches kennenzulernen, die neuen Geschmäcker, Konsistenzen und Strukturen. Solange sie noch jederzeit nach Bedarf gestillt werden kann, geht es daher gar nicht so sehr ums Sattwerden. Klar werde ich mich als Erstfach-Mami an bestimmte Reihenfolgen halten und auch stopfende oder ungeeignete Lebensmittel wird es nicht geben. Aber ich habe mir vorgenommen, zunächst kein Protokoll zu führen, wie viel sie isst, sondern zu schauen, was ihr schmeckt und was nicht.

Für mich heißt es also, so undogmatisch wie möglich an die B(r)eikostzeit heranzugehen und dabei eventuell BLW nach und nach zu testen.
Ich bin gespannt!

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